Bienen füttern - der ultimative Guide

Bienen brauchen einen steten Futterstrom, um sich und ihre Brut zu versorgen. Schon kurze Phasen mit Hunger können ein Volk in seiner Entwicklung nachhaltig schädigen.

In bestimmten Situationen kann sich ein Bienenvolk nicht ausreichend selbst mit Nahrung versorgen.

Hier musst du als Imker entsprechend eingreifen. Wann es notwendig ist aufzufüttern und wie du vorgehst, erfährst du auf dieser Seite.

Steigen wir direkt ein...

Was kann ich Bienen füttern?

Deine Bienen kannst du mit Futterteig, Invertzuckersirup, Zuckerwasser, Stärkesirup oder eigenem Honig füttern.

Honig

Honig ist die wichtigste natürliche Nahrungsquelle für Bienen in Zeiten ohne (ausreichend) Nektar.

Er ist unangefochten die beste Nahrungsquelle, da er vor dem Einlagern in die Waben von den Arbeiterinnen mit wichtigen Enzymen versetzt wird.

Zudem enthält er Flavonoide. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen eine antibakterielle und antioxidative Wirkung zugesprochen wird.

Du kannst deine Bienen z.B. mit Abschöpfhonig vom Klären füttern. Dabei ist äußerst wichtig, dass du nur eigenen Honig verfütterst.

Fremder Honig könnte Spuren von Amerikanischer Faulbrut enthalten.

Beachte zudem, dass Waldhonig nicht zum Überwintern geeignet ist. Dieser Honig ist sehr mineralstoffreich. Somit ist er für Bienen nur schwer verdaulich.

Das kann zur Ausbreitung von Darmkrankheiten führen, da die Bienen im Wintern nicht zum Abkoten ausfliegen können.

Futterteig (Fondant-Futterteig)

Futterteig ist eine zähe Masse, bestehend aus Zucker (größtenteils Saccharose) und ca. 10% Wasser. Zur Aufnahme des Futterteigs brauchen die Bienen Wasser.

Füttere daher nur mit Futterteig, wenn die Bienen aufgrund der Temperaturen ausfliegen können, um Wasser zu sammeln.

Der Vorteil des Teigs ist, dass er nur langsam abgenommen wird und somit den Bienen einen steten Futterstrom bietet.

Zudem ist bei Futterteig das Risiko der Räuberei durch andere Völker recht gering.

Invertzuckersirup

Invertzuckersirup ist eine dickflüssige Flüssigkeit mit, in der Regel, 72,5% Zuckeranteil.

Die Besonderheit liegt darin, dass der Haushaltszucker (Saccharose) hierbei bereits größtenteils invertiert wurde.

Das bedeutet, dass er in Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose) aufgespalten ist. Das Aufspalten wird somit den Bienen abgenommen.

Daher kann das Futter mit weniger Energieaufwand von den Bienen abgenommen werden.

Kann Invertzuckersirup schlecht werden?

Im Handel erhältlicher Inverzuckersirup ist immer mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Beachte darüber hinaus vor allem die empfohlene Lagertemperatur (10-25°C bei Apiinvert).

Grundsätzlich ist industriell gefertigter Invertzuckersirup mikrobakteriell stabil.

Bei zu langer oder falscher Lagerung kann jedoch der HMF-Gehalt auf ein für Bienen schädliches Niveau steigen. Halte dich daher in jedem Fall an die Herstellerangaben.

Zuckerwasser

Zuckerwasser ist eine Lösung aus Haushaltszucker (Saccharose) und Wasser.

Für die Wintereinfütterung der Bienen werden hierfür 3 Teile Zucker mit 2 Teilen Wasser angerührt (z.B. 9kg Zucker und 6L Wasser). Für das Füttern von Ablegern wird ein Mischverhältnis von 1:1 verwendet.

Wie stelle ich Zuckerwasser für Bienen her?

Stelle dir einen ausreichend großen Behälter bereit. Fülle in diesen die entsprechende Menge Wasser.

Verwende für ein Mischverhältnis von 3:2 warmes Wasser, damit sich der Zucker besser löst. Für Zuckerwasser mit einem 1:1 Mischverhältnis eignet sich 20°C kaltes Wasser besser.

Gib nun die nötige Menge an Haushaltszucker hinzu. Verrühre die Flüssigkeit, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.

Rühre hierzu am besten mehrmals in einigen Abständen. Das richtige Mischverhältnis kannst du ganz einfach der nachstehenden Tabelle entnehmen:

Lösungsverhältnis 3:2
Zucker (kg) Wasser (Liter) Lösung (Liter)
1 0,7 1,3
2 1,3 2,5
3 2 3,8
4 2,7 5,1
5 3,3 6,3
6 4 7,6
7 4,7 8,9
8 5,3 10,1
9 6 11,4
10 6,7 12,7
11 7,4 14
12 8 15,2
13 8,7 16,5
14 9,4 17,8
15 10 19
16 10,7 20,3
17 11,4 21,6
18 12 22,8
19 12,7 24,1
20 13,4 25,4

Wann wird Zuckerwasser schlecht?

Selbst gemischtes Zuckerwasser kann deutlich leichter verderben als industriell gefertigter Invertzuckersirup. Es ist in der Regel nur wenige Tage haltbar.

Sobald sich der Geruch ändert oder Schlieren zu sehen sind, solltest du es nicht mehr verwenden. Mische daher das Zuckerwasser immer nur nach Bedarf an.

Achte zudem darauf, dass es schnell von den Bienen abgenommen wird.

Was ist der Unterschied zwischen Zuckerwasser und Invertzuckersirup?

Bei normalem Zuckerwasser ist der Zucker als Haushaltszucker (Saccharose) gelöst.

Gemäß Zuckerartenverordnung ist die Saccharose beim Invertzuckersirup zu mindestens 50% in Fructose und Glucose aufgespalten.

Des Weiteren ist beim Sirup der Zuckeranteil höher.

Was ist der Vorteil von Invertzuckersirup gegenüber Zuckerwasser?

Da die Saccharose beim Invertzuckersirup bereits teilweise aufgespalten ist, wird der Prozess des Aufspaltens den Bienen abgenommen.

Diese verbrauchen somit weniger Energie. Das ist insbesondere für die jungen Winterbienen ein großer Vorteil.

Im Spätsommer, wenn die Temperaturen niedriger sind, wird die Saccharose zudem von den Bienen zum Teil gar nicht mehr aufgespalten.

So in die Waben eingelagertes Futter kann im Winter leicht kristallisieren. Trotz voller Futtervorräte würden die Bienen dann, mangels Wasserquelle zum Lösen der Kristalle, verhungern.

Durch den höheren Zuckeranteil ist Invertzuckersirup zudem deutlich länger haltbarer als gewöhnliches Zuckerwasser.

Zuckerwasser (3:2) ist daher vor allem als preisgünstige Alternative für die frühe Wintereinfütterung im August geeignet.

Wie kann ich Invertzucker selbst herstellen?

Durch die Zugabe von Invertofix kannst du herkömmmliches Zuckerwasser zu einer Invertzucker-Lösung verarbeiten.

Dabei wird die Saccharose im Zuckerwasser innerhalb von 24h in großen Teilen zu Invertzucker aufgespalten.

Hier findest du mehr Informationen zu Invertofix.

Stärkesirup

Stärkesirup wird auf Basis von Getreide- oder Maisstärke hergestellt. Es zeichnet sich v.a. durch den hohen Anteil an Malzzucker (Maltose) aus.

Dieser wird von den Bienen mit Hilfe eines alpha-Glukosidase Enzyms in Glucose aufgespalten.

Durch den dadurch entstehenden hohen Glucose-Gehalt kann es bei ungünstigen Umständen zu einer Kristallisation des Futters in den Waben führen.

Kristallisiertes Futter können die Bienen im Winter jedoch nicht verarbeiten.

Dazu kann es kommen, wenn das Futter von den Bienen mit Nektar von spätblühenden Pflanzen oder anderen Futtermitteln vermischt wird.

Bitte verwende niemals vermeintlich günstigen Stärkesirup aus der Getränkeindustrie. Dieser weist unter Umständen erhöhte HMF-Werte auf.

Denn HMF ist nicht schädlich für uns Menschen, jedoch für deine Bienen.

Wann muss ich Bienen füttern?

Vor allem im Spätsommer, nach der letzten Honigernte, ist ein Auffüttern der Bienen notwendig.

Wird hier nicht ausreichend Futter ins Bienenvolk gebracht, bist du vielleicht gezwungen eine Notfütterung am Ende des Winters durchzuführen.

Außerdem müssen während der Saison Ableger zugefüttert werden. Denn diese jungen Völker können sich noch nicht ausreichend selbst mit Nahrung versorgen.

Verschaffe dir einen Überblick wie viel Futtervorräte im Volk vorhanden sind, bevor du anfängst deine Bienen zu füttern.

Dies gilt vor allem für die Wintereinfütterung, sowie die Notfütterung.

Wie kann ich die eingelagerte Futtermenge bestimmen?

Du kannst die im Volk bereits eingelagerte Futtermenge entweder abschätzen oder durch Wiegen bestimmen.

Hier ein kurzer Überblick im Video:

Bestimmen der Futtermenge durch Abschätzen

Prüfe wie viel verdeckeltes Futter sich bereits in der Beute befindet. Du kannst dabei von folgenden Richtwerten für beidseitig voll mit Futter verdeckelten Waben ausgehen:

  • Zander: 2,4kg
  • DNM: 2,1kg
  • Dadant US (Brut): 3,4kg

Das entspricht 300g Futter pro dm², also 10x10cm² verdeckelter Waben.

Summiere die geschätzte Gesamtfläche auf, um den aktuellen Bestand zu bestimmen.

Bestimmen der Futtermenge durch Wiegen

  1. Hebe mit Hilfe einer Kofferwaage / Federwaage die Beute einseitig an. Multipliziere den gewogenen Wert mit 2, um das Gesamtgewicht zu erhalten.
  2. Ziehe davon das Leergewicht der Beute und ca. 2kg für Bienen und Pollen ab. Voraussetzung ist hierfür, dass du einmal das Leergewicht deiner Beute mitsamt Rähmchen bestimmt hast.
  3. Das somit ermittelte Gewicht entspricht der eingelagerten Futtermenge.

Wie viel kg Winterfutter brauchen die Bienen?

Rechne pro Volk mit mindestens 15kg eingelagertem Futter. Plane bei starken Völkern (z.B. auf zwei Zargen Zander, DNM) eher mit 18-22kg.

Du kannst dir den ungefähren Futterbedarf auch mit folgender Formel ausrechnen:

  1. Zähle die bienenbesetzten Waben
  2. Multipliziere den Wert mit folgenden Faktoren:
    • Zander: 1,5kg
    • DNM: 1,3kg
    • Dadant US (Brut): 2,1kg

Je milder die Winter, desto mehr Brüten die Bienen. Und desto mehr Futter brauchen sie. Der Großteil der Futtervorräte wird im Frühjahr benötigt, wenn die Volksstärke wächst.

Bedenke, dass, je nach eingefüttertem Futter, die tatsächlich eingelagerte Futtermenge von dem Gewicht des gegebenen Futters abweichen kann.

Bei Zuckerwasser kannst du 1kg hinzugefügten Zucker ungefähr mit 1kg eingelagertem Futter gleichsetzen. Denn die Bienen lassen Teile des Wasser verdunsten.

Außerdem verbrauchen Sie während des Einlagerns selbst Energie.

Wann muss ich die Wintereinfütterung durchführen?

Die Wintereinfütterung beginnt direkt nach dem Schleudern der letzten Honigernte des Jahres. Du unterteilst es am besten in die folgenden drei Phasen:

1) Anfüttern

Füttere deine Bienen direkt nach dem Abschleudern mit ca. 5kg Futter. Ziel ist es nach dem Abernten des Honigs die Grundversorgung der Völker wiederherzustellen.

Für das Anfüttern sind sowohl Futterteig, Stärkesirup, Zuckerwasser (3:2), als auch Invertzuckersirup geeignet.

Nachdem das Futter von den Bienen eingelagert wurde, führst du eine Varroabehandlung durch.

2) Auffüttern

Nach der Varroabehandlung beginnt die eigentliche Wintereinfütterung. Dabei sollte der gesamte Futterbedarf bis spätestens Mitte September vollständig in die Völker eingebracht werden.

Gib bei einzargigen Völkern (Zander, DNM) das Futter eher in kleinen Mengen (à 5L), um nicht Gefahr zu laufen, dass das Brutnest durch die Futtervorräte zu sehr eingeengt wird.

Bei zweizargigen Beuten oder Großraumbeuten kannst du das Futter auch in größeren Mengen geben.

Zum Auffüttern eignen sich Stärkesirup, Zuckerwasser (3:2) und Invertzuckersirup.

Je später der Zeitpunkt, desto eher solltest du auf bereits vorinvertierten Zucker zurückgreifen (Apiinvert oder Zuckerwasser + Invertofix).

3) Restfütterung

Kontrolliere Mitte September, ob genügend Futter in den Waben eingelagert wurde. Sollte bis zur Zielmenge noch etwas fehlen, kannst du jetzt noch die Restmenge füttern.

Greife hierzu möglichst auf Invertzuckersirup oder mit Invertofix vorinvertiertes Zuckerwasser zurück.

Bis wann muss ich die Wintereinfütterung abschließen?

Schließe das Einfüttern bis Ende September ab. Danach wird von den Bienen, in der Regel, das angebotene Futter kaum mehr angenommen.

Kann ich die Varroabehandlung gleichzeitig mit der Wintereinfütterung durchführen?

Bei gleichzeitiger Varroabehandlung und Auffütterung leidet die Futterqualität.

Insbesondere bei der Anwendung von organischen Säuren besteht die Gefahr eines erhöhten HMF-Gehalts im Futter.

Gehe daher nach dem oben beschriebenen Schema vor. Führe die Varroabehandlung zwischen einem kurzen Anfüttern und dem eigentlichen Auffüttern durch.

Notfütterung im Frühjahr

Hier ein kurzer Überblick im Video:

Wann muss eine Notfütterung gemacht werden?

Hat dein Bienenvolk im späten Winter oder zeitigen Frühling nicht mehr genügend Futter musst du eine Notfütterung durchführen.

Diese heißt deswegen so, weil sie nicht eingeplant ist. In aller Regel ist der Grund, dass du deinen Bienen nicht genügend Futter mit in den Winter gegeben hast.

Allerdings kann der Futterverbrauch durch einen sehr milden Winter ungeplant hoch gewesen sein. Denn je milder das Wetter, desto mehr brüten die Bienen.

Aber auch Räuberei kann Ursache für den Futtermangel sein. Hierbei rauben stärkere Bienenvölkern ihren schwächeren Nachbarn die Futtervorräte.

Woher weiß ich, ob ich eine Notfütterung machen muss?

Prüfe Mitte Februar, Anfang März, ob noch mind. 8kg Futter im Volk vorhanden sind.

Die Futterwaben sollten dabei möglichst nah am Bienensitz sein, da sonst die Gefahr eines Futterabriss entsteht.

D.h. die Bienen können bei kälteren Temperaturen das Futter nicht mehr erreichen, wenn es zu weit von der wärmenden Bienentraube entfernt ist.

Sollte das Wetter zu Beginn des Frühjahrs länger schlecht bleiben, musst du auch hier regelmäßig die Futtersituation deiner Bienen überprüfen.

Was mache ich, wenn meine Bienen im Frühjahr nicht mehr genügend Futter haben?

Sollte der Futtervorrat nicht mehr ausreichend sein, musst du notgedrungen auffüttern.

Im Frühjahr kannst du dabei mit einem Futterbedarf von 0,5-2kg pro Woche rechnen - je nach Volksstärke und Brutaktivität.

Welches Futter kann ich für die Notfütterung verwenden?

Wenn das Wetter keinen Flugbetrieb zulässt, kannst du nur Flüssigfutter geben. Für die Verarbeitung von Futterteig müssen die Bienen Wasser holen.

Das Flüssigfutter muss wegen der kalten Temperaturen nah am Bienensitz gefüttert werden. Nutze hierfür eine Futtertasche, die du direkt neben den Bienensitz hängst.

Bei gutem Wetter ist Futterteig ebenso eine passende Futterquelle für die Bienen.

Noch besser ist es, wenn du Futterwaben aus überversorgten Völkern umhängst oder eigenen(!) Honig verfütterst.

Ablegerfütterung

Ableger haben im Vergleich zu Wirtschaftsvölkern weniger Flugbienen und können sich daher oftmals nicht ausreichend selbst versorgen.

Deshalb musst du als Imker deine Bienen mit Futtergaben unterstützen.

Wie füttere ich einen Ableger?

Füttere deinen Ableger in den ersten 2-3 Wochen nur mit Futterteig. Denn in dieser Zeit ist die Gefahr der Räuberei am größten, da sich das Volk noch nicht so gut verteidigen kann.

Zudem wird Futterteig langsam abgenommen. Somit stellt er eine dauerhafte Versorgung sicher.

Sobald sich der Ableger stabilisiert hat, kannst du auch Flüssigfutter geben. Nutze hierfür entweder Invertzuckersirup oder Zuckerwasser (1:1), wahlweise bereits mit Invertofix vorinvertiert.

Auch hier besteht alternativ die Möglichkeit, dass du eine eingelagerte Futterwabe zuhängst.

Halte das Flugloch bei Ablegern immer möglichst klein, um die Gefahr der Räuberei zu minimieren.

Wie viel muss ich einen Ableger füttern?

Wichtig ist, dass ein steter Futterstrom für die Bienen bereitsteht. Hierfür eignet sich am Anfang ein 1kg oder 2,5kg Paket Futterteig (z.B. Apifonda).

Flüssigfutter sollte in kleinen Mengen angeboten werden, damit es von den Bienen schnell verarbeitet wird. Ansonsten steigt die Gefahr der Räuberei.

Achte v.a. beim Flüssigfutter darauf, dass die Bienen nicht übermäßig viel einlagern.

Sonst kann es passieren, dass das Brutnest zu sehr eingeengt wird und nicht genügend freie Zellen für die Aufzucht von Brut vorhanden sind.

Reizfütterung

Was ist der Sinn einer Reizfütterung bei Bienen?

Die Reizfütterung soll eine Tracht bzw. Nektarfluss simulieren. Sie regt die Bienen somit zum Brüten an.

Ziel ist es hierbei eine möglichst gute Volksstärke zu erreichen, wenn die Massentracht beginnt.

Kritiker sehen hierin jedoch einen unangemessenen Eingriff in die Natur der Bienen.

Wann macht man eine Reizfütterung?

Eine Reizfütterung wird im Frühjahr durchgeführt, wenn auf Grund der Witterung nur wenig Nektar vorhanden ist.

Wie macht man eine Reizfütterung?

Die einfachste Methode ist das Anritzen der Futterwaben. Je nach Volksstärke machst du dies auf 1-3 Waben.

Drücke dazu die Zelldeckel mit dem Stockmeißel auf dem Großteil der Wabe leicht ein.

Eine Reizfütterung kann aber auch mit Futterteig oder Zuckerwasser (1:1) erfolgen. Wird das Zuckerwasser mit Invertofix etwas vorinvertiert, simuliert es am besten den Nektarfluss.

Trachtlückenfütterung

Wenn nach dem Abblühen einer Massentracht das Nahrungsangebot für die Bienen plötzlich stark abnimmt, kann eine Zwischenfütterung deiner Bienen notwendig sein.

Dies gilt insbesondere nach dem Abschleudern des Honigs. Verfüttere hier möglichst nur eigenen Honig.

Besser ist es, wenn du bei der Ernte genügend Honig in den Völkern belässt.

Alternativ kannst du mit Futterteig füttern. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass die nachfolgende Honigernte dadurch verfälscht wird.

Wie füttere ich Bienen?

Stelle niemals Futter oder gar Honig außerhalb der Bienenbeuten auf. Dies würde umgehend Räuberei unter deinen Bienenvölker auslösen.

Füttere aus dem gleichen Grund möglichst ab Abend. Dann sind kaum mehr Flugbienen unterwegs.

Somit erspähen diese nicht so leicht potentielle neue Futterquellen in der Umgebung die ausgeraubt werden können.

Halte zudem bei Flüssigfutter einen Wassereimer und Lappen bereit, falls doch einmal etwas Futter verschüttet wird.

Hier ein kurzer Überblick im Video:

Wie kann ich Bienen mit Flüssigfutter füttern?

Stelle niemals Futter oder gar Honig außerhalb der Bienenbeuten auf. Dies würde umgehend Räuberei unter deinen Bienenvölker auslösen.

Füttere aus dem gleichen Grund möglichst ab Abend. Dann sind kaum mehr Flugbienen unterwegs.

Somit erspähen diese nicht so leicht potentielle neue Futterquellen in der Umgebung die ausgeraubt werden können.

Halte zudem bei Flüssigfutter einen Wassereimer und Lappen bereit, falls doch einmal etwas Futter verschüttet wird.

Wie füttere ich mit einer Futterzarge?

Eine Futterzarge ist v.a. für die Winterauffütterung die beste Wahl. Sie bietet ein großes Fassungsvolumen.

Außerdem ermöglicht sie den Bienen einfachen Zugang zum Futter, ohne dass diese darin ertrinken.

Zudem kannst du das Futter problemlos von oben nachfüllen, ohne in direkten Kontakt zu den Bienen zu kommen.

So gehst du vor:

  1. Nimm den Deckel ab und setze die Futterzarge auf
  2. Gebe das Flüssigfutter in das Behältnis
  3. Verschließe die Futterzarge mit dem Deckel
  4. Wenn das Futter von den Bienen vollständig aufgenommen wurde, fülle entweder die restliche Menge nach oder entnehme die Futterzarge.
  5. Stoße die restlichen ansitzenden Bienen mit einem kräftigen Stoß auf die offene Beute ab. Anschließend reinigst du die Futterzarge und lagerst sie ein.

    Du kannst auch die Absperrung der Futterzarge entfernen. Die Bienen können dann frei in der Futterzarge herumlaufen und die restlichen Futterreste aufputzen.

Wie füttere ich mit einer Futtertasche?

Eine Futtertasche wird anstelle von Rähmchen in die Beute gehängt. Das ist besonders hilfreich, wenn im Frühjahr bei kühlen Temperaturen nah an der Bienentraube gefüttert werden muss.

So gehst du vor:

  1. Entnimm, je nach Breite der Futtertasche, ein oder zwei Rähmchen die nicht oder kaum mit Bienen besetzt sind - idealerweise direkt am Rand des Bienensitzes.
  2. Hänge nun die leere Futtertasche an diese Stelle. Wichtig ist, dass sie nicht zwischen den Brutwaben sitzt, sondern neben der äußersten Brutwabe.
  3. Fülle die Futtertasche mit Futter. Achte dabei besonders darauf nichts zu verkleckern. Futtertaschen mit doppelter Wabenbreite sind hierbei einfacher zu befüllen.
  4. Füge Schwimmhilfen wie Korken, Holzwolle oder lange Gräser hinzu. Ansonsten ertrinken die Bienen, trotz geriffelter Außenwände, im Futter.
  5. Wenn das Futter von den Bienen vollständig aufgenommen wurde, fülle entweder die restliche Menge nach oder entnehme die Futtertasche.
    Dabei kannst du die restlichen ansitzenden Bienen mit einem kräftigen Stoß auf die offene Beute abstoßen. Anschließend reinigst du die Futtertasche und lagerst sie ein.

Wie füttere ich mit einem Futtereimer?

Ein Futtereimer mit Lochdeckel ist eine günstige Alternative zur Futterzarge oder -tasche.

Jedoch musst du in der Handhabung etwas mehr achtgeben, um kein Futter ungewollt zu verschütten. Den Eimer kannst du direkt auf die Beute umstülpen.

Wenn sich ein Vakuum im Eimer eingestellt hat, können die Bienen das Flüssigfutter portionsweise an den Löchern im Deckel abnehmen.

So gehst du vor:

  1. Stelle eine Wanne oder großen leeren Eimer bereit
  2. Lege zwei kleine Kanthölzer auf dieses Gefäß
  3. Lege zwei kleine Holzstäbchen auf die Rähmchen der obersten Zarge. Alternativ kannst du einen Zwischenboden mit Aussparung oder eine Folie mit Loch verwenden.
  4. Entferne die Folie vom Deckel des Locheimers
  5. Drehe den Eimer über der Wanne um und warte bis sich ein Vakuum eingestellt hat. Hierzu stellst du den Eimer am besten auf die beiden Kanthölzer.
  6. Sobald kein Futter mehr aus dem Eimer läuft, kannst du diesen vorsichtig auf die vorher aufgelegten Holzstäbchen auf der Beute stellen.
  7. Stülpe nun eine Leerzarge über den Eimer und verschließe die Beute mit dem Beutendeckel.

Wie kann ich ohne Futterzarge oder -tasche füttern?

Die simpelste Variante um Flüssigfutter zu füttern ist in einem Eimer oder einer Wanne innerhalb einer Leerzarge.

So gehst du vor:

  1. Schlage die Abdeckfolie etwas um. Dies gibt den Bienen die Möglichkeit nach oben zu kommen.
  2. Stelle einen Eimer oder eine Wanne mit Futter auf die umgeschlagene Abdeckfolie. Das Gefäß sollte dabei Kontakt zur Beutenwand haben, damit die Bienen leicht aufsteigen können.
  3. Füge Schwimmer und Aufstiegshilfen in den Behälter. Hierfür eigenen sich z.B. lange Gräser oder Holzwolle.
  4. Stülpe nun eine Leerzarge über und verschließe die Beute mit einem Deckel.

Alternativ gibt es bei Apiinvert 5x2,5kg die Möglichkeit kleine perforierte Beutel auf die umgeschlagene Abdeckfolie zu legen.

Die Bienen nehmen dann das Futter ähnlich wie beim Eimer mit Lochdeckel ab.

Wie kann ich Bienen mit Futterteig füttern?

Zum Verfüttern von Futterteig benötigst du keine besonderen Behältnisse.

So gehst du vor:

  1. Schlage die Abdeckfolie etwas um. Dies gibt den Bienen die Möglichkeit nach oben zu kommen.
  2. Lege den Futterteig oben auf. Achte darauf, dass du die Folie um den Futterteig nur an einer kleinen Stelle entfernst. Ansonsten würde der Futterteig austrocknen. Dann könnten die Bienen diesen nicht mehr aufnehmen.
  3. Stülpe nun eine Leerzarge über und verschließe die Beute mit einem Deckel.

Kleine Futterteig-Pakete kannst du auch in einem ausreichend hohen Boden verfüttern.

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